Bewertung von energieeffizienten Gebäuden

Energieeinsparung vor Behaglichkeit?

Energieeinsparungen durch Wärmedämmmaßnahmen und moderner Gebäudetechnik werden durch werden durch langfristiges Metering konkreter Projekte bestätigt. Wärmedämmung der Gebäudehüllen (Fassaden, Dach, Fenster, Kellerdecke), Luftdichtheit, Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung, Luftheizung ermöglichen einen niedrigen Energieverbrauch.

Als Maßzahl der Behaglichkeit wird meist jedoch nur die Lufttemperatur im Winter angegeben. Beispiel: Die Presse, 7.5.2016: „Warme Luft für das Wohlbefinden“ http://diepresse.com/home/science/4983431/Warme-Luft-fur-das-Wohlbefinden

Folgende grundlegende Qualitätskriterium für Wohlbefinden und „Wohngesundheit“ werden oft nicht weiter analysier und dokumentiert:

  • Behaglichkeitswerte im Sommer (sommerliche Überhitzung)
  • Strahlungswärme der Wände (Dämmung und thermische Speichermasse sind wichtig im Sommer und Winter für Behaglichkeit, Hygiene und Energieeinsparung)
  • Entwicklung der Raumluftfeuchtigkeit im Somme und Winter (oft zu trocken, oft zu feucht)
  • Freie Luftionen für saubere Raumluft (geringere Belastung durch Geruch, Staub, Schadstoffe, Allergene, Viren, Bakterien, Staubmilben, Geruch....)
  • Hygiene der Lüftungsanlagen und Durchführung von Filterwechsel
  • Qualität der Innenraumluft (Staub, Feinstaub, Schadstoffe, Schimmelsporen)
  • Schall, Raumakustik
  • Langjährige Behaglichkeitsdaten und Akzeptanz durch Gebäudenutzer

Erst ein gutes Zusammenspiel der oben angeführten Eigenschaften sichert ein behagliches und gesundes Raumklima.

Eine Zusammenschau von Energie, Raumluftqualität und Nutzerzufriedenheit zeigen folgende Studien:

Untersuchungen raumlufthygienischer Parameter in oberösterreichischen Schulen
(Alexander Brandl, Peter Tappler, Felix Twrdik, Bernhard Damberger)

http://www.innenraumanalytik.at/Newsletter/brandl.pdf

Lüftung 3.0 Bewohnergesundheit und Raumluftqualität in neu errichteten, energieeffizienten Wohnhäusern.
(IBO, Institut für Umwelthygiene, IG Passivhaus, AGES, OA Assoz.-Prof DI Dr. med. Hans-Peter Hutter)

http://www.ibo.at/de/forschung/documents/Zusammenfassung_lueftung_000.pdf

Auch die Industrie beschäftigt sich mit wissenschaftlicher technischer und medizinischer Unterstützung mit dem „Gesunden Bauen und Wohnen“. Baumit analysiert im Forschungspark VIVA die Wirkung von Baustoffen auf Behaglichkeit, Wohlbefinden und Gesundheit.

http://www.baumit.at/front_content.php?idart=13150

Wie sind Ihrer Erfahrungen, kennen Sie dazu gute, oder nur unvollständige Dokumentationen?

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